Reisen Juli
Der frühe Dürer
Germanisches Nationalmuseum Nürnberg
06.07.–08.07.2012Dürer ist ein wenig aus der Mode gekommen. Niemand wird seinen künstlerischen Rang ernsthaft in Frage stellen, aber gemessen an der Dürerverehrung und dem Dürerkult früherer Zeiten ist das Publikumsinteresse heute eher verhalten. Bei unvoreingenommener Betrachtung offenbart er sich jedoch als ein ungemein „moderner“ Künstler, selbstreflektiert, grüblerisch, zeitkritisch. Trotz seiner großen Reputation schon zu Lebzeiten sah er sich auf der Suche nach dem Wahren und Schönen in der Kunst letztlich gescheitert. Die Nürnberger Ausstellung geht den Lebensumständen des jungen Malers nach, die sein einzigartiges Werk erst möglich machten. Die bescheidenen Verhältnisse, in denen er aufwuchs, die ständigen Geldsorgen, die Infragestellung des alten Weltbildes in der „Reformationszeit“, all das hat Spuren in seinem Werk hinterlassen, das sich dem Ausstellungsbesucher in großartiger Präsenz darbietet. Mehr Informationen…
Salzburger Festspiele
Jedermann-Aufführung mit Ben Becker
27.07.–30.07.2012"Die Vorstellung ist noch immer, mehr als 2000 Jahre nach Christi Geburt, beunruhigend. Dass es da ein Himmelreich gibt, das ein Reich der Gerechtigkeit ist, nicht der fortgesetzten Ungerechtigkeit, ein Ort des ewigen Lebens und der Anerkennung. Doch vor dieser Erlösung tagt ein Gericht, das Rechenschaft fordert. Und Angst macht fromm. Ginge es, im Angesicht des unabwendbaren Todes, allein um die guten Taten, würde Jedermann vom Teufel geholt. Und wie manchmal im Leben erweist sich eben dieser Teufel als unser bester Freund und gelehriger Gesell. Dass Jedermann ihm auf seiner letzten Lebensstation dennoch entkommt, ist eine fast märchenhafte Wendung angesichts seines gottvergessenen und selbstherrlichen Lebens. ... Hofmannsthal hat ein Mittelalter erfunden, das unsere Gegenwart meint: Den Kampf von Gott gegen Geld in uns und jene kindlich märchenhafte Hoffnung, beides erlangen zu können - das volle Diesseits und das ganze Jenseits. Die Frage bleibt: Wie geht der Mensch mit seinem Tod um?"
Christian Stöckel
Mehr Informationen…Verona und der Gardasee
Verdis "AIDA" in der Arena
31.07.–05.08.2012Die Arena von Verona gehört zu den größten und besterhaltenen Amphitheatern aus der römischen Zeit. Weltberühmt sind die sommerlichen Opernaufführungen unter freiem Himmel. Verdis „Monumentaloper“ Aida mit ihren großen Chorpartien ist ein idealer Stoff für spektakuläre Inszenierungen. Unweit Veronas liegt der Gardasse, der an Schönheit mit dem Comer See und dem Lago Maggiore wetteifert. An seinen Ufern gedeihen Palmen, Zypressen, Kakteen und Agrumengärten, die ganze Vielfalt der mediterranen Vegetation, wie sie erst wieder an der ligurischen Riviera, am Golf von Neapel und auf Sizilien zu finden ist. Dazu bieten die schroffen Alpengipfel, die ihn einrahmen, den malerischsten Kontrast. Kein Wunder, dass eine solche Lage Investoren anzog, die hier luxuriöse Villen und Grand-Hotels errichteten. Den ehemals eher bescheidenen Uferorten - Fischersiedlungen oder befestigten Etappenorten am Handelsweg über die Alpenpässe - wurde dadurch mondäner Glanz beschieden. Mehr Informationen…



